Projektarbeiten

Die beiden gut zehn Meter hohen Silos auf dem Gelände der Ruhr-Universität Bochum besitzen ein Fassungsvermögen von jeweils 30.000 Litern. Hier, an dieser Anlage dreht sich alles ums Be- und Umfüllen von Schüttgut, körnigem Gemenge also, wie zum Beispiel Granulat, Zement, Streusalz oder auch Getreide.

 

Eine Versuchsanlage, konzipiert und umgesetzt von Mitarbeitern der Lehrstühle für Hochfrequenzsysteme und elektronische Schaltungstechnik, ausgestattet mit zahlreichen Radarsensoren, durch die sich beispielsweise die Füllstände bestimmen lassen. Ein Experimentierfeld, auf dem Lehrende und Studierende künftig unter anderem das Fließverhalten besagter Schüttgüter genau untersuchen können. Wie allerdings Feldforschung betreiben, wenn die Anlage nicht läuft?

„Mit Leben erfüllen – das heißt in der Elektrotechnik, eine Anlage mit der entsprechenden Steuerungstechnik auszustatten, damit sie, gesteuert und kontrolliert von Menschenhand, in Gang kommt, läuft und wieder anhält“, bemerkt Philipp Stehr (29) kurz und nüchtern. Und genau das hat er gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jan Walter (27) und Pascal Wendlinger (22) jüngst getan.

 

 

Die drei sind Fachschüler und durchlaufen derzeit an der Technischen Beruflichen Schule 1 die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik. Ihre dreimonatige Projektarbeit – die wohl wichtigste Pflichtübung auf dem Weg zum Techniker – führte sie über den beständigen Austausch zwischen Lehrern, Forschern und namhaften Industriepartnern vom Ostring an die Ruhr-Universität.

 

Kooperation zwischen schulischer und universitärer Weiterbildung

 

Nach intensivster Tüftelei, Programmierungs- und Fertigungsarbeit war es jetzt so weit, hauchte das Team von der TBS 1 dem Versuchsaufbau Leben ein. „Man braucht eine geeignete Steuerungseinheit, die Steuerung muss dann programmiert werden“, fasst Pascal Wendlinger den eigentlich komplexen Steuerungsaufbau vereinfacht zusammen, „dann haben wir einen Datenbankserver zur Ablage und Speicherung von erfassten Daten und eine benutzerfreundliche Software installiert.“ Jan Walter: „Alles ist jetzt vernetzt, die Anlage lässt sich einwandfrei steuern und liefert zuverlässige Daten.“

 

Die Projektarbeiten an der Technischen Beruflichen Schule 1 sind nichts für die Schublade. Nein, in den Bereichen Maschinenbau- und Elektrotechnik sollen die Erfindungen der Fachschüler immer auch einen betrieblichen Nutzen haben, in der betrieblichen Praxis Anwendung finden und so die Produktivität und Wirtschaftlichkeit in den lokal und regional ansässigen Unternehmen unterstützen. Hier freute sich jetzt die Ruhr-Universität als Projektpartner über die gelungene Kooperation.

Vorstellen werden die drei ihr Projekt übrigens auch noch einmal am Ostring: und zwar vom 18. bis zum 20.01.2016 im Rahmen der alljährlich stattfindenden Messewoche der Fachschule für Technik an der TBS 1.

 

Drei Vollzeitschüler der Fachschule für Technik/Elektrotechnik bearbeiteten im Rahmen ihrer Projektarbeit ein externes Projekt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bochum im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik. Sebastian Matuschke, Martin Rother und Andre Schapdick aus der FEV08 haben mit Hilfe eines neuartigen Bausteins die drahtlose Steuerung eines Ferrari-Automodells durch ein handelsübliches Mobiltelefon realisiert. Der Auftraggeber des Projekts,Professor Dr. Wollert, Experte für Softwaretechnik und Rechnernetze, war bei der Projektpräsentation sehr zufrieden und voll des Lobes über die praxisorientierte Herangehensweise der angehenden Techniker.

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Angehende Techniker restaurieren das optische Teleskop der Sternwarte Bochum am Institut für Umwelt-und Zukunftsforschung (IUZ) in Bochum-Sundern. Im Rahmen ihrer 3-monatigen Projektarbeit haben drei Studierende des Weiterbildungsgangs "Staatlich geprüfter Techniker/Elektrotechnik" ein lange Zeit still stehendes Teleskop wieder in Betrieb genommen. Dabei musste die gesamte elektrische Steuerung, die die Kuppel dreht, repariert, erneuert und an den Stand der Technik angepasst werden, eine Arbeit, die erfolgreich abgeschlossen wurde.

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Christian Sperl flitzt um die Kurve. Nicht auf seinen zwei Beinen, sondern auf den drei Rädern seines Elektrofahrzeugs. Einem Twike. Und das ist so was wie eine kleine Wundermaschine.

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