Bochumer Chemieausbildung öffnet ihre Laboratorien für die TalentTage Ruhr 2020

 

Chemie ist das, was knallt und stinkt – Physik ist das, was nie gelingt. Dieser berühmte Spruch lässt nicht im Entferntesten erahnen, wie vielseitig und abwechslungsreich die Naturwissenschaften sind. Dabei wäre es vor allem jetzt extrem wichtig, jungen Menschen einen Einblick in die Berufswelt von Chemikern und Physikern zu gewähren. Denn Deutschland steuert auf einen gewaltigen Fachkräftemangel vor allem in den Natur- und Ingenieurwissenschaften zu.

Wie aber soll es gelingen, den Nachwuchs von etwas zu begeistern, was er kaum kennt? An den wenigsten allgemeinbildenden Schulen findet noch richtiger Chemieunterricht statt. Von der Arbeit in einem Labor wissen die meisten Kinder und Jugendlichen nur aus Erzählungen oder Fernsehserien. Naturwissenschaften begreifen gelingt aber nur durch eigenes Experimentieren im Labor. Daher laden die Chemielehrer der Technischen Beruflichen Schule 1 (TBS 1) am 23. September im Rahmen der TalentTage Ruhr 2020 zum „Tag des offenen Labors“ ein.

Ab 13:00 Uhr sind Besucher herzlich willkommen, die sich vor Ort von Auszubildenden, Studierenden und Lehrkräften über die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung in der Chemie beraten lassen möchten. Mit Einwegkittel und desinfizierter Schutzbrille ausgestattet geht es für die Gäste dann ins Labor. Selber experimentieren steht auf dem Programm – unter fachkundiger Anleitung von Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres.

 

2019 TalentTageRuhr Vorankndigung 1

Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres erklären den Besuchern die Arbeit mit einem Emissionsspektrometer. 

 

Die im Jahr 2015 mit dem TalentAward Ruhr ausgezeichnete RuhrChemAlytic (RCA) hält einen besonderen Höhepunkt bereit. RCA, die Schülerfirma der TBS1, ist Deutschlands erste und bislang einzige von Auszubildenden eigenständig und selbstverantwortlich geführte Schülergenossenschaft im Bereich Chemie. „Bei uns klären die Besucher im Labor einen fiktiven Kriminalfall auf.“, verraten Mitglieder des RCA-Vorstands schon jetzt. Ein Bochumer Großgrundbesitzer ist einem Giftanschlag zum Opfer gefallen. Fünf Tatverdächtige, fünf Motive und fünf mögliche Gifte – aber wer ist der Täter? Mit moderner Spurenanalytik können Gäste das letzte Getränk des Toten auf verschiedene Gifte untersuchen. „CSI: Bochum. Nicht nur zum Zugucken, sondern zum Mitmachen!“ Das Mindestalter für die Teilnahme ist 14 Jahre, die letzte Laborrunde startet um 17:30 Uhr. Der Folder mit weiteren Informationen zu den TalentTagen Ruhr an der TBS1 kann per E-Mail unter cta-ausbildung@tbs1.de angefordert werden.