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Die Bochumer Sicherheitsfirma GData hatte am 19. Februar einen Crashkurs „Einführung in Python“ in den Räumlichkeiten der TBS 1 angeboten. Anlass war, dass bei dem letzten Treffen der Ausbildungsbetriebe für Fachinformatiker und Systemelektroniker in der TBS 1 der Schwenk der Unterrichtssprache von C# nach Python diskutiert wurde.

 

In vielen Betrieben liegen nur wenige, in manchen sogar keine Erfahrungen mit Python vor. Spontan haben Ausbilder von GData einen Crashkurs für Python angeboten. Die Rückmeldung im Plenum zeigte, dass ein großes Interesse an einem solchen Kurs besteht.

 

 

Herr Bakera (Lehrer für Anwendungsentwicklung) bereitete in der TBS 1 die Räume vor und organisierte die Einladungen und die Anmeldungen. Vorab wurden über eine einfache Umfrage Skill und Bedarf der Teilnehmer erfragt, sodass die Dozenten, Herr Manuel Beelen (GData) und Herr Stefan Decker (GData), zielgenau den Kurs vorbereiten konnten. Beide Dozenten haben als Ausbilder, Analytiker und Programmierer umfangreiche Erfahrungen mit Python gesammelt.

Im ersten Teil des Kurses wurden die Grundbausteine einer Programmiersprache eingeführt: Variablen, Verzweigungen, Schleifen und Funktionen. Danach sind Elemente der objektorientierten Programmierung vorgestellt worden. Damit dies nicht alles nur „graue Theorie“ blieb, folgte eine Praxisphase. Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten ein Buchungssystem für eine Garage erstellen. Verschiedenartige Fahrzeuge konnten die Garage benutzen oder verlassen. Die Anwendung war schnell erstellt und demonstrierte damit eindrucksvoll eine der wesentlichen Eigenschaften von Python: Die Sprache ist leicht erlernbar.

Der Spieltrieb ist schnell erwacht und es wurden viele Eigenschaften und Features anderer bekannter Sprachen auf Python angewendet und ausprobiert.

 

 

Im letzten Teil des Kurses wurden einige Module vorgestellt. Die Dozenten Beelen und Decker zeigten die eindrucksvolle Anwendung von matplotlib. Sehr schnell konnten mit diesem Modul mathematisch basierende Graphen erstellt werden. Diese Graphen können auch in verschiedene binäre Zielformate abgespeichert werden; selbst ein Speichern in das Latex-Format ist möglich. Auch werden mit dem Modul os Datei- und Verzeichnisoperationen zur Verfügung gestellt. Somit sind auch betriebssystemnahe Anwendungen leicht zu erstellen. Wer einen kleinen, aber leitungsfähigen Web-Server braucht, für den ist das Modul flask eine mögliche Hilfe. Die Dozenten haben mit wenigen Zeilen über den Web-Browser eine Seite aufrufen können. Änderungen wurden zeitnah im Browser aktualisiert. Als letzte Module wurden solche für die Kommunikation mit einem Datenbankserver präsentiert. Mit wenigen Befehlen wurde ein lokaler Datenbestand mit sqlite erstellt und ausgewertet. Die anderen Datenbankmodule wurden nur noch erwähnt, da keine Zeit für weitere Praxis mehr blieb.

 

 

Der Crashkurs war sehr spannend und intensiv. In fast drei Stunden wurden Spracheigenschaften und Anwendungsfälle vorgestellt und ausprobiert. Die Teilnehmer gaben in einer Abschlussrunde an, dass nun besser verstanden wird, warum Python derzeit so beliebt ist und gerade – aber nicht nur – junge Programmierer gerne mit dieser Sprache arbeiten.

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an die Dozenten Beelen und Decker von GData, welche kurzweilig und kompetent durch den Kurs geführt haben. Diese Veranstaltung hat Appetit auf mehr geweckt.