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Axialkolbenpumpen werden in Steuer- und Regelungssystemen genutzt, um hydraulische Anlagen mit Öl zu versorgen. Fabian Schmidt (25) arbeitet in einem Bochumer Betrieb für Mess- und Regeltechnik, in dem solche Pumpen mithilfe einer speziellen Vorrichtung erst überprüft und dann auf den gewünschten Durchflusswert eingestellt werden.

 

 

„Das Umbauen und Einrichten der einzelnen Pumpen auf dem Prüfstand“, erzählt der angehende Maschinenbautechniker, „war bisher mit großem Aufwand verbunden. Für die unterschiedlichen Pumpentypen mussten wir unterschiedliche Aufnahmen verwenden.“ Des Weiteren musste die Verrohrung für jeden Pumpenwechsel getauscht werden. Und: Die Arbeit unter einer in der Luft schwebenden Montageplatte barg in der Vergangenheit ein nicht unerhebliches Risiko für den Mitarbeiter.

Probleme, die im Maschinenbau gar nicht so untypisch sind, in den Betrieben aber Zeitaufwand und damit Kosten verursachen. Zusammen mit Dennis Fischer (27) und Alexander Rysi (27) hat Fabian Schmidt diese Probleme gelöst. Das Team konstruierte den Pumpenprüfstand ökonomischer und baute eine Adapterplatte für die Aufnahme der Axialkolbenpumpen so um, dass sich die Montagezeit für sämtliche Pumpentypen erheblich reduziert. Die Erhöhung der Arbeitssicherheit erzielten die drei Studierenden dadurch, dass die Montage zukünftig ohne Kraneinsatz und Überkopfarbeit möglich ist.

 

 

Insgesamt 24 solcher kreativen Projekte wurden jetzt in den Räumen der Technischen Beruflichen Schule 1 vorgestellt – vom Bau eines speziellen Transport-Montage-Wagens für Steuerschränke einer Autobetonpumpe über die Optimierung der Entleerungs- und Befüllzeiten von Dampferzeugern in einem Müllheizkraftwerk bis hin zum selbstgebauten Bandschleifgerät. Ein Jahr lang haben die Studierenden der Fachschule für Maschinenbautechnik getüftelt und gebaut. Die meisten Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Industrie- und Handwerksunternehmen. Dort erhoffen sich die Studierenden nach ihrer Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker eine feste Anstellung oder Weiterbeschäftigung. So könnte das anstrengende Jahr so manche Tür ins oder im Berufsleben geöffnet haben.

 

Konstruierten einen speziellen Transport-Montage-Wagen: (v. l.) Igor Kolert, Jessica Frerix und Markus Langmann.