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Dass der Lesekopf eines 3,5“-Diskettenlaufwerkes Geräusche verursacht, dürfte PC-Besitzern bekannt sein. Ein leises Surren hier, ein zartes Rattern da. Tatsächlich „hat“ die Floppy Töne, die dem Nutzer anzeigen, dass der Datenträger gerade ausgelesen oder mit Informationen bespielt wird. Ist man in der Lage, die Bewegungsgeschwindigkeit der Laufwerke mithilfe bestimmter Soft- und Hardware zu steuern, kann man sogar unterschiedliche Tonhöhen erzeugen.

 

Für die ITA-Messe 2018 haben die angehenden Informationstechnischen Assistenten Niklas Schütrumpf, Felix Weinert und Mehmet Esvet daher gleich mehrere Diskettenlaufwerke zusammengeschaltet und so programmiert, dass sie an ihrem Stand die Titelmusik von „Star Wars“ und „Game of Thrones“ abspielen können. Eine Station weiter würfeln, nein, schütteln Mike Ploetz und Tobias Esser um die Wette. Denn ihr Würfel ist nicht etwa ein klassischer Sechsflächner, sondern ein handflächengroßer Einplatinencomputer, auf dem eine digitale Anzeige steckt. „Der Würfel ist so programmiert, dass die Augenzahlen zufällig erzeugt und angezeigt werden“, erklärt Mike Ploetz das Funktionsprinzip. „Wir können per Knopfdruck würfeln oder aber den Einplatinencomputer einfach schütteln. Letzteres mach mehr Spaß.“

 

 

Keine Frage, da blinkte, surrte und bewegte sich so manches an den Messeständen in der 4. Etage der Technischen Beruflichen Schule 1 (TBS 1), wusste man zu zeigen, was mithilfe von RaspberryPi, Arduino-Boards und verschiedenen Programmiersprachen so möglich ist. Insgesamt 12 informations- und programmiertechnisch pfiffige Projekte – von der Roboter-Ansteuerung über LED- und Beleuchtungsprojekte bis hin zum Smarthome-Heimnetzwerk – wurden von den Oberstufenschülerinnen und -schülern des Bildungsgangs „Informationstechnische Assistentin/Informationstechnischer Assistent jetzt aus- und vorgestellt. Die ITA-Messe findet regelmäßig einmal im Frühjahr in den IT-Räumen und -Laboren am Ostring statt. Doch nicht nur an den zahlreichen Messeständen, sondern auch im Rahmen von Fachvorträgen - zum Beispiel über den „Android-Trojaner“ oder einen Fingerabdrucksensor - konnten sich die Besucher informieren.

 

 

 

Und dann ist da noch die selbst gebaute E-Gitarre von Nico Barbano: Der Korpus, zugegebenermaßen ein Zukaufteil, verrät, dass das Herz des ITA-Schülers für das Modell Stratocaster des namhaften Gitarrenbauers Fender schlägt. Body, Gitarrenhals und die Elektronik – hier insbesondere die Tonabnehmer (Pickups) – hat er selbst zusammengesetzt. Der Test über den kleinen 15-Watt-Gitarrenverstärker bringt schließlich den Beweis. Die weiße E-Gitarre produziert den unverwechselbaren Sound einer typischen Stratocaster und Nico Barbano kann vorzüglich auf seinem Instrument spielen. Womit er für eine Soloeinlage im Rahmen des nächsten Schulweihnachtsgottesdienstes vorgemerkt wäre.