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Seit jüngst lässt die Jahrhunderthalle Bochum eine bewährte Attraktion in ganz neuem Licht erscheinen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Eine ihrer begehrtesten Führungen – die Unterweltenführung – hat eine komplette Überarbeitung erfahren. Aus dunklen Ecken sind interessant ausgeleuchtete Details geworden und Audio- und Videoinstallationen ergänzen nun die Lichteffekte.

 

 

Ein Fest für alle Sinne und damit eine hervorragende Möglichkeit, die Jahrhunderthalle Bochum für Besucher aller Art zu präsentieren. Ermöglicht wurde das durch die Arbeit von vier Studierenden der Technischen Beruflichen Schule 1 (TBS 1): Sie haben den Unterwelten zu ihrem atmosphärischen Strahlen und Leuchten verholfen. Im Rahmen ihrer zweimonatigen Projektarbeit nahmen die angehenden Elektrotechniker Kai Bürger, Marcel Meuser, Fabian Schlieker und Darius Skopp Kontakt zur Bochumer Veranstaltungs-GmbH, dem Betreiber der Jahrhunderthalle Bochum, auf und gemeinsam wurde das Projekt „Überarbeitung der Medientechnik der Unterwelten“ aus der Taufe gehoben.

Projektarbeit der Technischen Beruflichen Schule 1 (TBS 1)

Im Juni 2017 fanden die ersten Treffen zwischen der Jahrhunderthalle Bochum, vertreten durch den Technischen Leiter Horst Mühlberger, der Leiterin der Touristikabteilung Heike Brauckhoff, den Projektteilnehmern sowie der Leiterin der Fachschule für Elektrotechnik Anja Liffers statt. Diese ersten Gespräche dienten dazu, den Studierenden eine Vorstellung von den Anforderungen zu geben, die für die touristischen Führungen in den Unterwelten der Jahrhunderthalle maßgeblich sind. Der Ist-Zustand wurde dokumentiert und die Projektgruppe fand bei der Firma Siemens die entsprechenden Steuerungsteile, die nicht nur einen flexiblen Einsatz der Beleuchtung gewährleisten, sondern auch bedienerfreundlich sind.

 

Brachten die Unterwelten der Jahrhunderthalle zum Leuchten: (v. l.) Fabian Schlieker, Darius Skopp, Marcel Meuser und Kai Bürger.

 

Nach der technischen Planung und der Beschaffung und Installation des Materials kann sich das Ergebnis sehen lassen: Über Schaltpanel ist nun eine Ansteuerung des Lichtes mit unterschiedlichen Effekten möglich. In bestimmten Bereichen kann man mit Tastern weitere Lichter hinzuschalten. Die vorhandenen Beamer wurden neu programmiert und das Video- und Tonmaterial eingefügt. Besucher sehen während der Unterweltenführungen nun z.B. einen Kurzfilm, der exakt die Situation hinter der Mauer, auf die projiziert wird, darstellt – einem Bereich, der für Gäste nicht zugänglich ist und die Labyrinth-Situation der Gänge unter den Hallen deutlich macht.

Besondere Anforderungen - besondere Lösungen

„Mit den Studierenden der TBS1 Bochum haben wir kompetente Partner gefunden, die auf unsere speziellen Bedürfnisse sehr detailliert eingegangen sind, z.B. die leichte Bedienbarkeit durch verschiedene Gästeführer,“ so Heike Brauckhoff zu dem Ergebnis der Projektarbeit. „Hinzu kommt, dass der Bereich unterhalb der Jahrhunderthalle im nicht zugänglichen Teil extrem dunkel, staubig und unaufgeräumt ist. Daher gilt mein Respekt und Dank den Herren Bürger, Meuser, Schlieker und Skopp, die hier ganze Arbeit unter ungewöhnlichen Bedingungen geleistet haben. Aber wir denken auch, dass wir ein spannendes Umfeld für die Projektarbeit bieten konnten. Jetzt drücken wir ganz fest die Daumen, dass die beurteilenden Lehrer genauso begeistert sind wie wir und die Bestnote vergeben.“

 

Insgesamt acht Wochen dauerte die „Modernisierung der Mediensteuerung der Jahrhunderthalle Unterwelten“ – dies war übrigens auch der Titel des Projektes, das nunmehr die ehemaligen Betriebskeller der Jahrhunderthalle Bochum neu erleuchten lässt!